Am Sonntag, dem 17.05.2026, machten sich um 5 Uhr morgens 12 Mitglieder der Schulsanitäts-AG mit den beiden Lehrkräften, Frau Häfele und Herrn Adrian, auf den Weg in eine Woche voller neuer Erfahrungen. Im Rahmen eines Erasmusprojektes sollte es nach Westfrankreich, nahe der Atlantikküste, gehen. Der Zielort hieß Saint-Jean d’Angély. Nach 13 Stunden Fahrt erreichten wir die Schule, an der wir für die nächsten fünf Tage aufgenommen werden sollten. Die Gasteltern unserer Schülerinnen und Schüler standen zum Empfang bereit. Begleitet wurden sie von Mme Chapeyron (stellv. Schulleiterin) sowie Mme Duhoux, die unseren Aufenthalt in Frankreich im Namen des Collège Georges Texier plante und organisierte.
Montag, der 18.05.2026
Start des Projektes « Act Fast, Act Smart: First Aid Awareness Project »: Nach einigen Kennenlernspielen mit der 18-köpfigen Gruppe französischer Schüler begann die Arbeit am Projekt. Zunächst erarbeiteten die gemischten Gruppen im Sinne des BNE-Gedankens verschiedene Naturkatastrophen sowie deren medizinische Auswirkungen. Im Anschluss daran wurden die dann notwendigen medizinischen Erste-Hilfe-Maßnahmen besprochen. Nach einem ersten Mittagessen in der Schulkantine ging es gestärkt in eine Trainingseinheit Rugby, eine Sportart, die in Saint-Jean d’Angély sehr beliebt ist. Immerhin spielt der lokale Verein in der 3. Rugbyliga Frankreichs. Das erste Mal Rugby, angeleitet von Rugbytrainer Lucien Proust, machte allen Beteiligten sichtlich Spaß. Eine Erfahrung, die in Erinnerung bleiben dürfte.
Dienstag, der 19.05.2026
Am Dienstagmorgen nahmen die Schulsanitäter zum ersten Mal an der von der hauseigenen Krankenschwester, Mme Chabot, durchgeführten Gestes qui sauvent-Präsentation teil. Ziel hierbei ist es, einzelne französische Schulklassen in den wichtigsten Basismaßnahmen der Ersten Hilfe auszubilden. Unsere Schulsanitäts-AG konnte dabei mit Fachwissen und praktischer Expertise glänzen. Besonders schön war es zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler sowohl aus Deutschland als auch aus Frankreich, trotz Sprachbarrieren, mit „Hand und Fuß“ am Ende doch zu einem gemeinsamen Ergebnis kamen. Es wurde hierbei viel gelacht und viel gelernt. Am Nachmittag hatten unsere Schülerinnen und Schüler dann die Gelegenheit, dem Unterricht in den Fächern Deutsch, Musik, Englisch und Bildende Kunst beizuwohnen. Auch hier konnte man Eindrücke und Erfahrungen sammeln, die sich einprägen.
Mittwoch, der 20.05.2026
Auch an diesem Tag fanden Gestes qui sauvent-Präsentationen statt, bei denen die Mitglieder der Schulsanitäts-AG für die notwendige praktische Unterstützung sorgten. Am Nachmittag folgte dann das nächste Highlight, bei dem es sprichwörtlich hoch hinaus ging: Begleitet von der Schulleiterin des Collège, Mme Viet, besuchten wir die SDIS (Service départemental d’incendie et de secours), also die Feuerwehrwache, die auch den Rettungsdienst von Saint-Jean d’Angély stellt. Nach einer ersten Führung mit Besichtigung der vielen Fahrzeuge, konnten unsere Schülerinnen und Schüler die Erfahrung machen, wie schwer eine Sauerstoffflasche ist oder auch anderes Einsatzmaterial testen. Zum Abschluss ging es dann hoch hinaus: Wer mutig war, durfte mit der Drehleiter bis zu 25 Meter hochgefahren werden. Von oben konnte man dann einen wunderbaren Ausblick auf die Umgebung genießen.
Donnerstag, der 21.05.2026
Bei angenehmen 27 Grad am Morgen ging es zu einer Besichtigung des Abteiturmes, um einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt und die Umgebung zu genießen. Begleitet wurden wir von Mme Duhoux sowie einer Dame aus dem Rathaus, welche extra für unsere Gruppe eine Turmbesteigung möglich gemacht hat. Merci beaucoup hierfür! Im Anschluss ging es an die Nachbarschule des Collège, das Lycée Louis Audouin-Dubreuil. Hier war die Gruppe eingeladen von der Klasse 1ère ASSP (Accompagnement, Soins et Services à la Personne). Die Schülerinnen dieser Klasse haben ihren Ausbildungsschwerpunkt auf der Pflege von Kindern, Kranken und alten Menschen. Bei diesem Treffen stellten sie ihre Ausbildungsinhalte vor, es wurden verschiedene Spiele mit medizinischen Begriffen gespielt und zum Abschluss zeigten die Schulsanitäter noch das eigens für die Fahrt produzierte Video über den Alltag eines Schulsanitäters. Beide Seiten waren begeistert von der Arbeit der jeweils anderen Gruppe und so ging es glücklich zum Mittagessen. Danke auch an das Lycée, dass wir diesen Besuch durchführen durften. Am Nachmittag nahmen wir zum letzten Mal an einer Gestes qui sauvent-Präsentation teil, bevor wir nach Schulschluss dann die Möglichkeit hatten, einige schöne Punkte dieser Stadt besichtigen zu dürfen. Ein Naturhighlight war sicherlich der Gang zum Eau de Bernouët. Am Abend gab es eine kleine Festlichkeit, zu der alle Gasteltern in die Schule eingeladen wurden. Nach einer Rede der Vertretung der Bürgermeisterin, Mme Brossard sowie der Schulleiterin, Mme Viet, ergaben sich bei leckeren Getränken und Snacks noch einige sehr nette Gespräche zwischen den Gasteltern, den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften.
Freitag, der 22.05.2026
Am letzten Tag wurde mit der französischen Gruppe an der Projektfinalisierung gearbeitet. Hierbei wurden Plakate erstellt und Erste-Hilfe-Maßnahmen, die die französischen Schüler in dieser Woche gelernt hatten, wiederholt, geübt und vertieft – alles unter den fachkundigen Augen und in Zusammenarbeit mit der Schulsanitäts-AG. Nach einem letzten Mittagessen ging es dann um 12:45 Uhr auf den Heimweg. Nach nur 12 Stunden Fahrt kamen wir alle sicher und gesund am Otto-Thiele-Platz an.
Bedanken möchten wir uns bei allen Beteiligten, die diese Fahrt für uns möglich gemacht haben. Angefangen bei Frau Muhlert, aber auch bei den französischen Kolleginnen für die nette Betreuung während der ganzen Woche. Danke an das Collège Georges Texier sowie an das Lycée. Und einen besonderen Dank unserem Busfahrer Thomas, der uns sicher über die Autobahnen Frankreichs gefahren hat.
Es war eine tolle Woche, in der alle Beteiligten viele hilfreiche Erfahrungen sammeln konnten. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen an der IGS LuGa.














